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GANZE KERLE IN US-ARMY-OUTFIT
stehen im Keller des Ehepaares Heyn: uniformierte Schaufensterpuppen,
umgeben von Minen- such- und Funkgeräten. Stahlhelme,
Feldflaschen und Unterwäsche sind fein säuberlich in Regalen
aufgereiht, in Glasvitrinen lagern angegilbte Toilettenpapierrationen, Lucky
Strikes, Zahnpulver, 50 Jahre alte Original-Kondome und Kaugummis.
Ihr privates Luftbrückenmuseum haben sich Frank und Susanne Heyn (links
im Bild) in über zwölf Jahren aufgebaut.
Sie ziehen über Trödelmärkte, gehen auf internationale Sammlertreffen
und inserieren in Zeitungen - alles, um Care-Pakete, Maccaroni, Trocken-
kohl, Milch- und Eipulverdosen in ihrer Wohnung zu stapeln.
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Es
begann mit Frank Heyns Faible für Militärfahrzeuge.
Noch ohne Führerschein und während seiner Lehre zum LKW-Mechaniker
kaufte er seinen ersten amerikanischen Jeep und danach alles, was an US-Militärausrüstung aus den vierziger und fünfziger Jahren aufzutreiben
war. Gattin Susanne, Bürokauffrau, wurde bei ihrer ersten
Jeepfahrt vor acht Jahren von seiner Leidenschaft angesteckt. Sie bedauert es, in der Schule so wenig über Berlin in der
Nachkriegszeit erfahren zu haben, und will deshalb diesen Teil der
Geschichte lebendig erhalten und anschaulich weitergeben".
Im
Jubiläumsjahr der Luftbrücke sind die Heyns besonders begehrt: Sie werfen
sich selbst in die Uniformen, beladen einen ihrer LKWs mit Care-Paketen und
treten in Schulen und bei Veranstaltungen auf. Außerdem
verleihen sie ihr Equipment an Museen.
Dabei sammeln sie munter weiter und zahlen für eine Original-Stange
Lucky Strikes schon mal einen vierstelligen Betrag. Was noch fehlt, ist eine Original-Dose
Chesterkäse.
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